Divinity II: Charakterentwicklung und -Anpassung, Teil I

In Divinity II: Ego Draconis ist die Erstellung eines Charakters nur die Spitze des Eisbergs und nur ein Schritt auf dem Weg zur wahren Charakterentwicklung. Indem Du nämlich Deine Werte so steigerst, wie Du magst und diejenigen Fertigkeiten auswählst, die zu Deinem eigenen Stil passen, kannst Du den einzigartigen Drachenritter kreieren, der Du sein möchtest. Das klassenlose System lässt Dich Deinen Charakter so anpassen, dass er jede Situation bewältigen kann, in der ein Gegner angreift.

Hast Du dann vielleicht das Gefühl, dass Du bewaffnet mit Deinem zuverlässigen Bogen zwar allerlei Kreaturen ungestraft von Deinem Versteck in den Wäldern aus angreifen kannst, jedoch in ernsthafte Schwierigkeiten gerätst, wenn Du weit unten in gefährlichen Höhlen und umgeben von Feinden überleben musst? Dann investiere einfach ein paar Deiner Punkte in Deine Kraft, führe eine Wirbelwind-Attacke aus und Du wirst siegen! Aber Du hast eine extreme Aversion gegen Nahkampfwaffen, sagst Du? Kein Problem: Übertrag einfach einen Fähigkeitenpunkt auf einen der zahlreichen Zaubersprüche und lass eine untote Abscheulichkeit auf Deine Feinde los. Die Möglichkeiten sind schier unendlich.

Der Prozess der Charakterentwicklung und der individuellen Anpassung ist nicht nur auf das Kampfverhalten beschränkt, sondern ist innerhalb der vielen Geschichten und Quests im Verlauf von Divinity II mehr als wichtig, denn Du allein entscheidest, wie Du Dich jeder einzelnen Situation stellst… Sofern Du bereit bist, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen zu leben. Es ist an Dir, die Bewohner von Rivellon als ehrliche Bürger zu betrachten, die einen Helden brauchen, oder ob Du sie als naive Einfaltspinsel siehst, die unbeirrt antreten, um schamlos instrumentalisiert zu werden. Egal, welchen Pfad Du auch wählst, ein jeder davon hält seine eigenen Belohnungen für Dich bereit, und Du wirst auf Deinen Wegen durch Rivellon ernten, was Du säst.



Divinity II: Charakterentwicklung und -Anpassung, Teil II

Ein sehr wichtiger Teil der Charakter-Entwicklung und -Anpassung in Divinity II ist Dein Drachenturm – zumindest wenn Du ihn dafür nutzen möchtest. Denn nachdem Du ihn eingenommen hast, könntest Du auch einfach mit der Geschichte fortfahren und ihn zurücklassen. Du könntest… Aber diejenigen unter den Drachenrittern und Drachentötern, die das Beste aus ihrer Ausrüstung, ihren Fertigkeiten, Tränken und Kreaturen herausholen möchten, sollten die Vorteile, die ihnen diese mächtige Zitadelle bietet, für sich nutzen.

Die Drachenturm Sektion auf der Website erklärt schon jetzt, welche Dienste Du in Deiner persönlichen Festung in Anspruch nehmen kannst. Aber nur wenn Du das Spiel dann spielst, wirst Du sehen, wie sehr diese Möglichkeiten auf Deinen jeweiligen Charakter zugeschnitten sind. Kannst Du schon abschätzen, wie viel Zeit Du auf den windigen Plattformen des Turms verbringen wirst und welch großartiges Gefühl es ist, mit den richtigen Edelsteinen und Erzen im Gepäck triumphierend zu Deinem Schmied zurückzukehren, um Deine treue Streitaxt mit einem Zauber zu belegen, auf den du so lange gewartet hast?

Sammle die Glieder Deiner besiegten Gegner auf dem Schlachtfeld ein, um den Begleiter zu erschaffen, den Du an Deiner Seite haben möchtest. Einen Begleiter, der Dich heilt, der den Gegner mit Zaubersprüchen bombardiert, oder blindlings in das Schlachtgewühl springt, wenn Du es befiehlst. Versorge Deinen Alchemisten mit Nachschub an neuen und starken Rezepten, die ihn dazu befähigen, Tränke zu brauen, die Leben oder Tod bedeuten können, wenn Du von Feinden umringt in eine Ecke gedrängt wurdest. Und natürlich gibt es noch die Lehrmeister-Arena…

Dieser Lehrmeister ist möglicherweise derjenige, der Deine Spielerfahrung am stärksten beeinflusst: Er oder sie kann Dir helfen, wenn Du Deinen Helden in einer oder in mehreren Fertigkeiten über das normale Limit hinaus spezialisieren willst. Du kannst standardmäßig fünf Steigerungsstufen in eine Fertigkeit investieren. Wenn Du etwa magischen Geschosse liebst und nicht genug von vergifteten Pfeilen bekommen kannst, oder wenn Du daran glaubst, dass das Aussaugen von Leben das wichtigste Element ist, um den Sieg zu erringen, dann investiere einiges an Gold in die entsprechende Fertigkeit, und du wirst merken, wie Deine Kraft zunimmt.

Natürlich wäre es nicht Divinity II, wenn wir es dabei belassen würden. Vielmehr musst Du ständig eigene Entscheidungen treffen, wie die Geschichte weitergeht, so dass nur Du allein bestimmst, wer Dir im Drachenturm dient. Dabei solltest du äußerst gewissenhaft vorgehen, da nicht jeder Alchemist die gleichen Rezepte braut, und Schmiede auf verschiedene Verzauberungen spezialisiert sein können. Du musst selbst herausfinden, wo ihre Stärken liegen, und ob sie zu Deinem ganz persönlichem Stil passen. Zu bemerken gibt es noch, dass verschiedene Plattformwächter verschiedene Quest öffnen können, die Du beenden musst, um den Nutzen des Drachenturms weiter zu steigern.

Es gibt eine Menge individueller Anpassungsmöglichkeiten in der mächtigen Zitadelle, und bald hast du vielleicht die Möglichkeit, dies alles auf eigene Faust zu entdecken!

Jan Van Dosselaer, Writer – Designer, Larian Studios